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Die Chronik des Niederräder Carneval VereinsDownload der Chronik hier klicken
Chronik des Niederräder
Carneval Verein
Jung,
charmant, witzig und geistreich; so präsentierte sich der Niederräder Carneval
Verein e.V. (NCV) an seinem 44. Geburtstag. Mit dieser Zustandsbeschreibung wäre
eigentlich schon alles gesagt über diesen freundlich-fröhlichen Gesellen,
dessen tragende Motivation die Erhaltung und Pflege fastnachtlichen Brauchtums
ist. Diesen Leitspruch In die Tat umzusetzen konnte nur durch das ständige Bemühen
der Verantwortlichen des NCV erreicht werden, die ihr Ohr stets am "Puls
der Zeit" haben. Der Verein geht auf eine Gründung im Jahre 1949 zurück.
Damals fanden sich fünf gleichgesinnte Männer in einer Niederräder Gaststätte
zusammen, um eine Karnevalsabteilung zu bilden. Ihre Namen sind: Hans Fabel,
Oswin Margraf, Karl-Heinz Pfeffer, Konrad Trapp (er war Ehrenpräsident des NCV
und lange Jahre Präsident des Großen Rates der Karnevalsvereine Frankfurts)
sowie Horst Weil. Diese Avantgarde, die schon bald Freunde und Gönner fand, fungierte in den Folgejahren als Abteilung des Turnvereins Niederrad. Am 29.1.1949
fand im Saal der damaligen Kantine auf den Sandhöfer Wiesen der erste närrische
Abend statt. Bei dieser Veranstaltung wirkte bereits ein kleines Komitee mit.
Seine "Streiter in Gott Jokus" waren: Valentin Greyer, Heinrich
Hochheimer, Fritz Micheel, Konrad Trapp und Georg Wißmeier. Nach dem
ersten erfolgreichen öffentlichen Auftreten fanden neue Mitglieder den Weg zu
den fröhlichen Gesellen. Im Verlauf der weiteren positiven Entwicklung der
Abteilung, nicht zuletzt aufgrund der steigenden Mitgliederzahl und der
wachsenden Qualität der Darbietungen, bemühten sich die Verantwortlichen auch,
einen attraktiveren äußeren Rahmen für die Durchführung der Veranstaltungen
in einer entsprechenden Narrhalla zu finden. Nachdem am 7.1.1950 die
Fastnachtssitzung im Clubhaus des Sportclubs Weiß-Blau erfolgreich über die Bühne
gegangen war und die Abteilung nunmehr unter dem Namen "Die Elfer von
1949" hervortrat, verlegte man den Ort des närrischen Geschehens ab 1951
in die Turnhalle der Niederräder Turngesellschaft. Der Chronist hält es für müßig,
die jeweiligen Sitzungsräumlichkeiten, in welchen die Abteilung residierte, in
chronologischer Reihenfolge aufzuzählen. Dies würde den Leser nur ermüden; es
sei nur soviel gesagt, dass ab 1954 mit dem Wiederaufbau der Turnhalle des
Turnvereins, dessen Abteilung ein eigenes Domizil zur Verfügung stand. Hier
konnte die Gruppe in ihrer Entwicklung erneut einen starken Aufschwung
verzeichnen. Dem Elan ihres Leiters und Sitzungspräsidenten Konrad Trapp, ist
es zu verdanken, dass die Veranstaltungen in den Folgejahren zu einem
gesellschaftlichen Ereignis unseres Stadtteils wurden. Er hat die damalige
Karnevalsabteilung mit aufgebaut und den Verein maßgeblich zu seiner heutigen
Bedeutung geführt. Das Jahr 1956
brachte die entscheidende Zäsur in der Vereinsgeschichte des NCV. Durch den in
diesem Jahr erfolgten Vorstandswechsel im Turnverein Niederrad ergaben sich
Spannungen zwischen der neuen Vereinsführung des TVN und den Mitgliedern der
Karnevalsabteilung. Die Karnevalisten mussten feststellen, dass ihnen der
Vorstand des TVN das bisherige Verständnis und die Toleranz nicht mehr
entgegenbrachte. Diese Feststellung war um so schmerzlicher, weil man die
Karnevalsabteilung als den tragenden Pfeiler des Turnvereins bezeichnen konnte.
Die Trennung vom TVN war demzufolge unvermeidlich. Am 11.11.1956 erfolgte dann
die Neugründung unter dem Namen Niederräder
Carneval Verein e.V. Da ein
Vereinsbetrieb in aller Regel nur so gut ist wie seine Vereinsführer, kann der
Chronist im folgenden nur Positives über seine Verantwortlichen berichten: Mit dem
Neubeginn übernahm Konrad Kirsch (1956-1969) den Vorsitz des NCV. Er war eine
Persönlichkeit, die sich bei allen damaligen Mitgliedern und Freunden des
Vereins hoher Wertschätzung erfreute. Aufgrund starker beruflicher
Inanspruchnahme als Dipl.-Ing. in einer namhaften Firma blieb ihm nur wenig
Zeit, um sich den Belangen des NCV so intensiv zu widmen, wie er sich das wünschte.
Konrad Kirsch war jedoch - nicht zuletzt auch wegen seiner rhetorischen Begabung
- immer ein Repräsentant zum Vorzeigen. Ab 1969 führte Fritz Beckmann
(1969-1985) den Verein, der in den sechziger Jahren einen weiteren starken
Zulauf verzeichnen konnte. Der Chronist, welcher eine Strecke des Lebensweges
von Fritz Beckmann mit ihm gemeinsam zurücklegen durfte, kannte ihn als
kenntnisreichen Förderer fastnachtlichen Brauchtums im allgemeinen und dank
seines Ideenreichtums sowie seiner Gabe für den Versbau als Verfasser von Büttenvorträgen
im besonderen. Unvergessen bleiben u.a. seine geistreichen und geschliffenen
Vorträge als "Chef des Protokolls" sowie seine politisch satirische Büttenrede
als "Bonner Nachtwächter". Fritz Beckmann hat das Vereinsleben des
NCV ebenfalls in starkem Maße mitgeprägt und mitgestaltet. Leider musste er
Anfang des Jahres 1985 diese krumme und bucklige Welt verlassen. Mit Rainer
Schroth (ab 1985 bis heute) folgte ihm der bereits seit 1979 agierende
Sitzungspräsident als Vorsitzender des NCV. In der Wahl eines Mannes der jüngeren
Generation zeigt sich auch im biogenetischen Sinne das Bemühen, den Verein
trotz zunehmenden Alters nicht älter werden zu lassen. Rainer Schroth hatte das
Amt als Chef des närrischen Komitees im Jahre 1990 bereits elf mal inne, was
den Chronisten damals veranlasste, ihm coram publico für seine Arbeit
Anerkennung und Dank auszusprechen. Auch die zusätzliche Aufgabe des
Vorsitzenden erfüllt er - um es mit seinen eigenen Worten zu sagen - als
angenehme Pflicht. Dabei kommen ihm seine Eigenschaften wie Engagement,
Einsatzbereitschaft, Kreativität und Zuverlässigkeit zugute. Es ist zu hoffen
und zu wünschen, dass er seine Tätigkeiten noch lange ausüben wird. Diese 4 x
11 Jahre rückblickend zu verfolgen, bedeutet 44 Jahre des Frohsinns
gleichgesinnter Menschen in einem Verein, der weiß, dass das Leben sich
leichter tragen lässt, wenn gesunder urwüchsiger Humor eine Hochstimmung regen
lässt. Unvergessene Höhepunkte der Sitzungen vergangener Jahre, die solche
Hochstimmungen aufkommen ließen, waren um nur einige wenige zu nennen - die
Persiflage "2 Amerikaner (Konrad Trapp und Kurt Abel)", welche die
Wirren der damaligen Zeit vor und nach der Währungsreform schilderten sowie der
bereits erwähnte "Chef des Protokolls" und seine Büttenrede als
"Bonner Nachtwächter" (Fritz Beckmann). Des weiteren sollte auch
" - der Herr Sänger -", namens Oskar Werb, Ehrenmitglied des NCV,
seines Zeichens lyrischer Tenor, nicht unerwähnt bleiben. Wenn er sein
"Granada" in den Saal schmetterte, ging in der Narrhalla die Post ab.
Als Reminiszenz an die vergangenen Jahre muss auch in die Erinnerung zurückgerufen
werden, dass es bereits seit 1951 eine Tanzgruppe und seit 1956 die NCV-Sänger
gab, welche zu den Highlights der Sitzung zählten. Auf die Tanzgruppe und die
NCV-Sänger wird im Folgenden noch näher einzugehen sein. Zur Geschichte
der Garde darf aus Gründen der Tradition nicht unerwähnt bleiben, dass Friedel
Schwenk als erste den Gedanken an eine Tanzgruppe bzw. Garde im Jahre 1951 in
die Tat umsetzte, zu einer Zeit, in der der NCV noch unter dem Namen "Die
Elfer von 49" bekannt war. Friedel Schwenk wirkte selbst mit und zeichnete
sowohl für die Choreographie als auch die Einstudierung über Jahre hinaus
verantwortlich. Die Damen der ersten Stunde waren die Tänzerinnen bzw.
Gardistinnen: Käthi Bär, Anni Reichenbach, Paula Schmidt, Gretel Grund,
Friedel Schwenk und Hilde Weigand. Ein Glanzpunkt
dieser Truppe in den fünfziger Jahren war die "Tritsch-Tratsch-Polka",
eine tänzerische Darbietung, die gesanglich von dem damaligen Katholischen Männerchor
begleitet wurde und beim Publikum Stürme der Begeisterung entfachte. Zu Ende
des Jahres 1956 wurde das schmucke grün-weiße Tanzcorps ins Leben gerufen und
als Betreuerinnen der Tanzgarde folgten Friedel Schwenk im Jahre 1962 Lotte
Trapp und Maria Weiß. Unter der Ära der beiden letzt genannten Damen konnte
unsere Garde in den Jahren 1964, 1965 und 1967 jeweils den 1. Preis der
Frankfurter Gardeolympiade erringen. In diesem Zusammenhang ist auch die
Ehrenkommandeuse der NCV-Garde, Friedel Götz, zu nennen, die nicht nur
symbolisch diesen Titel trägt, sondern die mit ihrem Sinn für das praktische
Leben immer dann da ist, wenn es bei der Garde etwas "auszubügeln"
gibt. Dem Gardecorps, welches z.Zt. von Daniela Mahr und Katrin Rathke trainiert
wird, gehören derzeit 9 Gardistinnen an. Die Garde stellt ihr Können sowohl
bei nationalen als auch bei internationalen Tanzwettbewerben unter Beweis, zum
Beispiel als sie 1993 zum vierten Mal den 1. Preis der Frankfurter
Gardeolympiade gewann. Immer wieder sind sie bei den Vereinsveranstaltungen
einer der Höhepunkte und dabei fein herausgeputzt in strahlendem grün-weiß,
strahlender geht's nicht. Seit nunmehr
über 23 Jahre verfügt der Verein auch über eine Kindertanzgarde, die "NCV-Borzel"
genannt. Wenn die Verantwortlichen heute mit Stolz von einer erfolgreichen
Jugendarbeit sprechen, so ist dies in erster Linie das Verdienst der über viele
Jahre als Gardistin, Gardekommandeuse, Gardebetreuerin sowie Vorstandsmitglied tätig
gewesene Edith Lemcke, die den Kleinsten die ersten Schritte auf der Bühne
beibrachte und sich als "guter Geist" der Probleme der Garden
schlechthin annahm. Zur Zeit
besteht die kleine Garde aus 16 "Borzeln", die von Kerstin Hafermalz
mit viel Engagement betreut und von Susan Hafermalz sowie Birgit Schroth
trainiert werden. In die Annalen der Vereinsgeschichte gehören auch die NCV-Sänger
(von 1954-1964).Ihre Namen sind: Anni Abel, Hilde Beckmann, Helmut Inden und
Karl Ungelin. Diese Akteure verstanden es, mit Ihren gesanglichen
Darbietungen von zeitgenössischen Schlagern (Ohrwürmer) mit
politisch-satirischen Texten, welche einer unserer Büttenredner verfasste,
Hochstimmung zu erzeugen; der Chronist begleitete sie am Klavier. Nach einer schöpferischen
Pause wurden im Jahre 1982 die "Niederräder Gaudispatzen" ins Leben
gerufen. Die Initiative zur Gründung dieser Gruppe, die zu jener Zeit aus 11 Sängern
bestand, ergriff Helmut Pöhls. Helmut Pöhls stand damals der unvergessene
Ludwig Wutzke zur Seite, welcher schon als Büttenredner infolge seiner Begabung
für die Nonsensdichtung (durch unsinnige Wortspielereien komische Wirkung
erzielen) beim Publikum Stürme der Begeisterung auslöste. Im Zusammenhang mit
den "Gaudispatzen" bleibt die Rolle des Chorleiters (Ludwig Wutzke) in
der Darbietung "Gesangsstunde" in guter Erinnerung. Ludwig Wutzke
verstand es, durch seine umwerfende Komik aufgrund seiner Mimik und Gestik neue
Maßstäbe im Bereich der burlesken Büttenvorträge des NCV zu setzen. Der
Chronist bittet um Nachsicht, dass er jetzt etwas vom Thema der
"Gaudispatzen" abgekommen ist; gleichwohl gehörte Ludwig Wutzke,
dieser liebenswerte und bescheidene Mensch, zu den Männern der ersten Stunde
der "Gaudispatzen". Diese Sangesfreunde, deren Repertoire Frankfurter
Lieder, Musicals, Operettenmelodien und Schlager umfasst, sind über die Grenzen
Niederrads hinaus bekannt geworden. Bei allen Gesangsshows dieser Gruppe ist es
immer wieder ein besonderer Genuss, die schöne Bass-Stimme von Helmut Pöhls zu
hören. Für die Einstudierung der Gesangsdarbietungen und ihre musikalische
Begleitung zeichnete zunächst Wolfgang Schneider verantwortlich. Ihm folgte
Edith Kühn, die mit gesangspädagogischem Geschick die Stimmen der Männer zu
Stimmen machte. Nachdem Edith Kühn aufgrund starker beruflicher Belastung nicht
mehr zur Verfügung stand, konnte Wolfgang Schneider, dessen Wohnsitz sich jetzt
im Raum Frankfurt befindet, wieder für diese Aufgabe gewonnen werden. Ein Hobby ganz
anderer Art pflegt eine seit 1970 bestehende Gruppe, die man als
"Edelkicker" des NCV bezeichnen kann. Sie spielen jeden Donnerstag
ihren Hallenfußball der Extraklasse. Die Gründer der Kicker (12 Fußballer an
der Zahl) sind: Manfred Kiesenwetter, Gerhard Lemcke und Manfred Wagner. Außerdem
ist der Freundeskreis der NCV-Kicker bekannt für seine hervorragenden
Grillfeste. Ein besonderer Höhepunkt im Vereinsleben der Fußballer war im
Jahre 1990 die gemeinsame Fahrt in die goldene Stadt Prag. Soweit die Rückblende
auf das Geschehen und die Ereignisse in 4 x 11 Jahren. Die Verantwortlichen des
Vereins, die genannten und ungenannten Aktiven sowie Akteure auf der Bühne wie
auch die im Hintergrund arbeitende Helfer, sie alle haben sich um den NCV
verdient gemacht, denn nicht nur derjenige, der im Rampenlicht steht, ist
Leistungsträger des Vereins bzw. der Fastnacht, sondern auch die vorerwähnten
- meist ungenannt bleibenden - Helfer. Stellvertretend für die vielen treuen
Helfer – der Chronist möchte sie als "NCV-Heinzelmännchen"
bezeichnen, sind noch einige wenige Namen zu nennen. Allen voran muss hier
unsere "Finanzdirektorin" Karin Wagner erwähnt werden, welche mit
akribischer Sorgfalt die Vereinskasse verwaltet, gelungene Büttenvorträge hält
und sonst noch eine Menge tut. Auch Manfred Wagner, unser "Mann für alle Fälle",
dürfte nur schwer zu ersetzen sein. Im technischen Bereich des Vereinsbetriebes
hatte es der leider zu früh von uns gegangene Burkhard Lischka verstanden, alljährlich
hervorragende Bühnendekorationen zu erstellen. Mit viel Einsatzbereitschaft und
Fleiß stand ihm Vollrat Holst jahrelang zur Seite. Unsere "Näherinnen vom
Dienst" Rosel Lischka, Inge Schroth sowie Edith Kolmar sorgten für einen
exakten Sitz der Gardistinnenkostüme und gestalteten die Bühnendekoration mit.
Last, not least wären da noch unsere Gönner aufzuführen, die den Verein seit
Jahren durch ihre Großzügigkeit unterstützen; hoffentlich werden sie dem NCV
auch weiterhin die Treue bewahren. Diese
Geschichte wurde nicht zuletzt auch geschrieben, um denen, die sich in späteren
Zeiten einmal mit der Geschichte des Vereins beschäftigen werden, aufzuzeigen,
wie ihre Vorgänger besondere Ereignisse besonders feierten. Friedrich A. Schwenk Und
nun die nächsten 11 Jahre (1993 – 2004) Gerne hätten wir es gesehen, wenn unser bisheriger Chronist, Friedrich „Fritz“ A. Schwenk, in seiner unnachahmlichen Art und Weise die Chronik an dieser Stelle weitergeführt hätte. Aber leider sagte unser Fritz A. Anfang 2003 ein letztes Mal „Tschüss“ – wir werden Ihn nie vergessen! Nun liegt es in den Händen jung gebliebener Alt-NCV’ler, diesen schwierigen Part zu übernehmen und die Chronik fortzuführen. Auf der Basis einer robusten Stahlkonstruktion, die bei jeder Prunksitzung die Basis für Sitzgelegenheit des Elferrates und der Garden bildet, wird Jahr für Jahr unter der Federführung von Vollrat Holst, Günter Schroth, Hartmut Häckert und vor allem Oswald („Ossi“) Evertse eine wunderschöne und stimmungsvolle Bühnen- und Hallendekoration geschaffen. Die Stahlkonstruktion wurde von Rolf Rohrbach entwickelt und ist seit vielen Jahren „störungsfrei“ im Einsatz. Unsere ehemalige, erfolgreiche Gesangsgruppe die „Gaudispatzen“ hat sich aus verschiedenen Gründen 1996 aufgelöst. Es ist dem engagierten Eintreten und der Initiative unseres langjährigen Vizepräsidenten Manfred Wagner (vielen besser als unser „Bobbes“ bekannt) zu verdanken, dass wir seit 1997 wieder eine Sangesgemeinschaft unser eigen nennen können. Die „Gassenhauer“, wie sie sich zu Recht nennen, sind mit ihren Stimmungsliedern aus dem Programm der großen Sitzung nicht mehr wegzudenken. Beim Gardecorps gab es – auch unser Verein ist vor solchen Entwicklungen nicht gefeit – einschneidende Veränderungen. Junge Damen haben in der heutigen Zeit mehr als früher mannigfaltige Freizeitangebote. Nach Auflösung des Gardecorps im Jahre 2002 ist es uns aber postwendend gelungen, eine neue Tanzgruppe aufzubauen. Aus den „Borzeln“ hervorgehend nennen sie sich die „NCV-Girls“ und geben uns allen Anlass, positiv und hoffnungsvoll in die Zukunft blicken zu können. Neben vielen anderen engagierten Damen waren es vor allem Birgit Schroth und Kerstin Hafermalz, die die Garden trainiert und betreut haben. Viel Spaß machen die erstmals 1996 aufgetretenen „NCV-Mäuse“, das sind Mädchen zwischen 4 und 6 Jahren. Sie werden trainiert und betreut von Steffi Hafermalz und Caroline Groß. Eine Person ist allerdings immer für „seine“ Garden da; es ist unser Archivar, Elferratsmitglied und Senator Hartmut Häckert, besser bekannt als der „Borzelvadder“. Eine weitere tanzende Einheit ist das sich mit Fug und Recht „Männerballett“ nennende „NCV-Dreamcorps“ (hat nichts mit Alptraum zu tun!!). Das von Andrea Groß und Birgit Schroth von Anfang an trainierte Ensemble (u. a. auch mit Beteiligung von Herren des RSC und des TVN) ist Jahr für Jahr ein Höhepunkt nicht nur unserer Veranstaltungen. Unsere Öffentlichkeitsarbeit zeichnet sich durch große Präsenz nicht nur in der Stadtteilpresse aus. Sie wurde erfolgreich über viele Jahre von Wolfgang Schwenk, dem Sohn unseres Chronisten der ersten 44 Jahre, Friedrich A. Schwenk, aufgebaut. Seit dem Februar 1999 sind wir Dank Joachim „Jogi“ Mahr auch im Internet erstklassig vertreten (www.ncv-frankfurt.de). Dadurch bleiben wir auch mit ausgewanderten Mitgliedern und Freunden des NCV in u. a. Neuseeland, USA und Brasilien verbunden. Wir haben es vor allem Roland Borek zu verdanken, dass der NCV in Eigenregie am Schwarzwaldstrassen-Fest und am Niederräder Weihnachtsmarkt erfolgreich teilnimmt. Roland Borek kann man auch zusammen mit Joachim Mahr und zeitweise mit Bea Borek als Retter des Niederräder Vereinsrings bezeichnen. Alle haben an hervorragender Stelle zu einem kritischen Zeitpunkt Verantwortung übernommen und das Ansehen unseres Vereins gestärkt. Eine andere wichtige Abteilung sind die „NCV-Kicker“, die, wie schon Friedrich Schwenk anmerkte, Fußball auf höchstem Niveau spielen. Die gewollte Verjüngung ist in den letzten Jahren eindrucksvoll gelungen. Man spielt sehr erfolgreich bei dem Stadtteilturnier, das alljährlich von der TSG ausgerichtet wird, und hat dort in den letzten beiden Jahren den Sieg erzielt. Bekannt sind die Fußballer auch für Feste und Fahrten. Eine Veranstaltung, die bereits über 11 Jahre stattfindet, ist „Drei unner aaner Kapp“. Sie fand bis zum Jahre 2001 mit dem RSC Edelweiß und dem TVN statt. Ab 2002 hat man die Veranstaltung den modernen Erfordernissen angepasst und nennt sie nun „Niederräder Fastnachtsdisco“. Im Jahre 2003 konnte man als Mitveranstalter die NTG hinzugewinnen, da der RSC leider aus dieser Runde ausgeschieden ist. Eine alte fastnachtliche Tradition ist die am 11.11. jeden Jahres stattfindende Vereidigung auf die kommende Saison. Seit 2001 wird dies in Niederrad öffentlich zusammen mit dem KV „Die Stichlinge“ und dem 1. Fanfarencorps Niederrad sowie dem CC Blau-Rot durchgeführt. Die Veranstaltung ist ein großer Erfolg und eine positive Weiterentwicklung des Zusammengehörigkeitsgefühls der Niederräder Carneval- und Musik-Vereine. An dieser Stelle ist es des Chronisten Pflicht auch auf traurige Ereignisse hinzuweisen. Neben unserem Chronisten, Fritz Schwenk, verlor der NCV in den letzten Jahren eine weitere herausragende Persönlichkeit. Konrad Trapp, Ehrenpräsident des NCV und langjähriger Präsident unserer Dachorganisation, dem Großen Rat, musste nach langer, schwerer Krankheit 1996 die fastnachtliche Bühne für immer verlassen. Im Jahre 2001 legte unser 1.Vorsitzender, Rainer Schroth, sein Amt nieder. Ihm folgte die seit zwanzig Jahren im Vorstand als 1. Kassiererin tätige Karin Wagner als 1. Vorsitzende. Den geschäftsführenden Vorstand vervollständigt seit dieser Zeit als neue 1. Kassiererin Gudrun Rehberger. Der Elferrat kann seit vielen Jahren auf einen festen Stamm von Mitgliedern zurückgreifen. Trotzdem eine Verjüngung in näherer Zukunft erwünscht ist, kann man sich das närrische Ministerium ohne die „alten Kämpen“ Kurt Kirsch, Hein Kraus, Günter Schroth, Vollrat Holst, Gerhard Lemcke, den Kellermeister und 2. Vorsitzenden Manfred Kiesenwetter und den langjährigen Vizepräsident Manfred Wagner nicht vorstellen. Sie werden auch im Jubiläumsjahr dem Sitzungspräsidenten Rainer Schroth, der dem närrischen Ministerium seit sage und schreibe 25 Jahren zum Wohle des Vereins vorsteht, zur Verfügung stehen. Vergessen wollen wir auch an dieser Stelle nicht diejenigen, die ihren NCV schon über viele Jahre ideell und materiell unterstützen. An erster Stelle seien unsere Senatoren genannt, deren Unterstützung über das ganze Jahr dazu beiträgt, dass ein reibungsloses und vielseitiges Vereinsleben stattfinden kann. Aber auch unsere Inserenten, in der Hauptsache die Niederräder Geschäftsleute, tragen mit ihren Annoncen zu dem Gelingen unserer Veranstaltungen bei. Bedanken muss man sich auch bei vielen Ungenannten, die nicht in die Öffentlichkeit treten und lieber in aller Stille ihr Scherflein zum Vereinsleben des NCV beitragen. Neben den bereits erwähnten Aktivitäten richtet der NCV im Laufe des Jahres noch das Heringsessen mit der traditionellen Ordensverleihung, die Pfingstwanderung, das Sommerfest, eine Fahrrad-Rallye sowie eine Weihnachtsfeier aus. Einmalig war die zur Jahrtausendwende ausgerichtete Sylvesterfeier, bei der der Vorstand in der NTG-Turnhalle über 130 Mitglieder und Freunde um sich scharen konnte. Es ist dem Niederräder Carneval Verein trotz manchmal
nicht einfacher Umstände auch in den letzten 11 Jahren gelungen, ein blühendes
Vereinsleben mit vielen verschiedenen Gruppen zur Erhaltung des fastnachtlichen
Brauchtums aufrecht zu erhalten. Oder wie formulierte Friedrich A. Schwenk doch
so treffend: „Die Verantwortlichen des Vereins, die genannten und ungenannten
Aktiven sowie Akteure auf der Bühne
wie auch die im Hintergrund arbeitende Helfer, sie alle haben sich um den NCV
verdient gemacht, denn nicht nur derjenige, der im Rampenlicht steht, ist
Leistungsträger des Vereins bzw. der Fastnacht, sondern auch die vorerwähnten
- meist ungenannt bleibenden - Helfer.“ Der Chronist
freut sich, Sie in 11 Jahren an dieser Stelle bei der Fortsetzung der
Erfolgsgeschichte NCV wieder begrüßen zu können. Thomas Bonke im Januar 2004
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